Meine Geschichte, mein Lebensmotto: Geht nicht, gibt`s nicht

Meine Geschichte, mein Lebensmotto: Geht nicht, gibt’s nicht

Ende November haben Ibrahim Evsan und sein Team von Social Trademark zum zweiten Get-together geladen. Zahlreiche (Fach-)Experten kamen zusammen, um auf der Bühne über sich und ihre Arbeit zu sprechen. Im Anschluss wurde diskutiert, Wissen ausgetauscht und voneinander gelernt; ein Abend, der mir lange und sehr positiv in Erinnerung bleiben wird.

Auch ich wurde gefragt, ob ich einen Vortrag halten möchte. Doch worüber? Denn meine Themengebiete sind vielfältig – von Verhandlung, Organisation bis hin zu Mode. Ich wusste aber schnell, dass es an diesem Tag nur ein Thema für mich geben würde: „Geht nicht, gibt’s nicht“. Das ist schließlich nicht nur mein Lebensmotto, sondern auch das Agenturleitbild von ep communication. So gebe ich meinen Mitarbeitern gleich zu Beginn unserer Zusammenarbeit eine Sache mit auf den Weg, und zwar, dass wir niemals aufgeben und das Unmögliche möglich machen. Statt Problemen gibt es bei uns nur Lösungen.

Zurück zu meinem Vortrag – dieser machte via Social Media schnell die Runde und ich erhielt viele Komplimente dafür. Mir Unbekannte wie Freunde schrieben mir, dass ich sie inspiriert habe. Viele bedauerten jedoch auch, dass sie den Vortrag nicht haben hören können und fragten mich, ob ich diesen nicht festhalten könnte. Meine Antwort: Klar und sehr gerne. Ich habe mich sehr über die positive Resonanz gefreut.

Beim zweiten Social Trademark Get-togehter mit Moderator und Luxus-Experte Michael Sandvoss
Beim zweiten Social Trademark Get-togehter mit Moderator und Luxus-Experte Michael Sandvoss

Mein guter Freund und Moderator der Veranstaltung, Michael Sandvoss, fand eine emotionale Einleitung zu mir als Person und zu meinem Thema. Auch wenn ich sonst nicht so nah am Wasser gebaut bin, musste ich gegen den Kloß im Hals ankämpfen. Und so ging es nicht nur mir – auch die anwesenden Gäste mussten schlucken. Das Eis war gebrochen und so redete ich meine Erfahrungen, meine persönliche Geschichte vom Herzen.

Meine Lebensgeschichte oder auch „Wie alles begann“

Geboren wurde ich im Iran, genauer gesagt in Teheran. Seinerzeit herrschte dort schrecklicher Krieg und ich habe in meinem Leben mehr Leichen gesehen als ich zählen kann. Im Alter von 13 Jahren habe ich Teheran alleine verlassen – meine Eltern machten sich natürlich schreckliche Sorgen, aber ich war schon damals sehr kämpferisch eingestellt (Sternzeichen Steinbock, das sagt schon alles, oder?). Ich lebte im Haus meiner Großmutter in einer eigenen Wohnung und musste mich vom Mietvertrag über Versicherungen und der Schule um alles alleine kümmern. Nächtelang lernte ich bis mir der Kopf rauchte. Ich wollte nicht nur gut sein. Ich wollte die Klassenbeste sein. Es war eine harte Zeit und leider musste ich mehr als einmal die Polizei rufen, da bei mir eingebrochen wurde. Das waren Rückschläge, das Leben hat mir Steine in den Weg gelegt. Aber deshalb zurück in die Obhut meiner Eltern, zurück in den Iran? Das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte in Deutschland bleiben, lernen, studieren, Karriere machen.

[longquote source=““]Mit Stolz kann ich behaupten, dass mir das gelungen ist.[/longquote]

Mein Weg zur Agenturinhaberin

Mittlerweile leite ich meine eigene Werbeagentur – und ja, davon gibt es nicht nur in Deutschland, sondern allein in Köln unzählige. Als ich mich selbstständig machte, rieten mir genau deshalb viele davon ab, weil es „zu viel Konkurrenz“ gibt. Ich habe jedoch auf mein Bauchgefühl vertraut. Ich wusste, was ich gut kann: Verhandeln und organisieren. PR, Werbung und Events – das war meine Welt. Und außerdem gibt es für mich keine Konkurrenten. Nur Mitbewerber.

Früher war ich eine „One-Woman-Show“ und habe bis tief in die Nacht alle Aufträge alleine erledigt, schließlich fängt jeder einmal klein an. Heute habe ich 12 Mitarbeiter und zahlreiche Kunden, die auf mich zählen, mir auf Augenhöhe begegnen und nicht den Trumpf „Kunde ist König“ ziehen. Wir konzipieren Werbekampagnen und organisieren erfolgreich eigene Veranstaltungen.

Kleider machen Leute

Ebenso unterstütze ich Frauen in der Politik und in der Geschäftswelt bei modischen Fragen. Vom Outfit über Accessoires und dem Styling berate und empfehle ich, gebe Tipps, was passt und was nicht. Dieses Geschäftsfeld hat sich aber rein zufällig ergeben.

Schon früh habe ich gelernt, dass Kleider Leute machen. Mir macht Mode Spaß, durch sie kann ich mich ausdrücken. Für meinen Stil habe ich oft Komplimente erhalten und irgendwann auch Fragen, welches Tuch zu dem Blazer, welcher Lippenstift zu der Bluse und welche Schuhe zu der Hose passen. Meine Wunschkundin wäre natürlich Angela Merkel, doch diese gehört leider nicht noch zu meinem Klientel. Ich bin mir sicher, dass wir beide davon profitieren würden.
Aufgeben? Niemals.

[longquote source=““]Das Leben hat mich geprägt. Ich habe weder als Kind, Jugendliche oder Geschäftsfrau daran gedacht, aufzugeben.[/longquote]

Dafür gibt es viele Bespiele. Ich glaube es war 2012, als einer meiner Kunden auf mich zukam und den Wunsch äußerte, einen „Mini-Caravan“ auf seiner Messe ausstellen zu können. Er selbst habe nämlich keine Kontakte zu BMW (hatte ich damals auch nicht) und er traue sich nicht, selbst dort anzufragen. An sich kein ungewöhnlicher Wunsch, sind wir doch öfter für Kooperationen aller Art zuständig. Das ungewöhnliche war, dass der Wunsch kurz vor der Messe – ich hatte nicht mal mehr einige Tage Zeit für die Abwicklung – geäußert wurde. Doch der Kunde sagte zu mir: „Wenn es jemand schafft, dann du!“ – und wo er Recht hat, hat er natürlich Recht.

Nur wenige Tage später hatten wir den Prototyp des Mini-Caravans auf dem Messegelände und freuten uns über die staunenden Blicke der Besucher. Mich ereilten viele Komplimente, denn im Vorfeld haben sich bereits viele andere die Zähne an BMW ausgebissen. Als ich gefragt wurde, wie ich das gemacht habe, konnte ich nur mit „Beharrlichkeit“ und „Willen“ antworten.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren

Als Agentur erhalten wir recht häufig die Möglichkeit, uns an Ausschreibungen und Pitches zu beteiligen. Einer davon ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil wir für die gesamte Vorbereitung und Präsentation nur eine knappe Woche hatten. Manche Kunden bzw. potentielle sind nun mal sehr, sagen wir mal, spontan und erwarten dann natürlich, dass man als Agentur schnell reagiert. Andere Agenturen haben abgesagt, wir nicht. Wir erarbeiteten das Konzept und telefonierten die Nächte durch, um zum Ergebnis zu kommen. Wo ein Wille ist, ist schließlich auch ein Weg.

[selectivetweet]Wo ein Wille, da ein Weg! Ergreift eure Chancen, traut euch! Denn: Geht nicht, gibt’s nicht.[/selectivetweet]

Das Konzept lieferten wir letzten Endes pünktlich ab. Doch schon ereilte uns die nächste Hiobsbotschaft. Mitten in den Dreharbeiten zu einer Reportage sollte der Pitch stattfinden. Was also tun? Sollten wir nun nach all der Arbeit daran scheitern? Schnell war eine Lösung gefunden. Wir haben die gesamte Präsentation aufgenommen, geschnitten und an den Entscheidungsausschuss geschickt. Pünktlich nach der Präsentation klingelte mitten in den Dreharbeiten mein Handy und wir standen in der Telko Frage und Antwort. Was soll ich Ihnen sagen? Den Kunden hat es beeindruckt. Die Ausschreibung haben wir aus preislichen Gründen nicht gewonnen, aber wir hatten in der Folgezeit noch reichlich Gelegenheit, unser Können unter Beweis zu stellen. Heute arbeiten wir mit diesem Kunden sehr gerne, gut und auch schon seit Langem zusammen.

[longquote source=““]Meine Kernbotschaft lautet deshalb an Sie, dass es sich lohnt, ungewöhnliche Schritte zu gehen.[/longquote]

Und dass es sich lohnt, auch professionelle Unterstützung zu nutzen. Und die biete ich Ihnen mit meinem Team gerne an. Es macht mir Freude, für Sie das Unmögliche möglich zu machen.

„Das schaffst du eh nicht“ – Motivation pur

Leider gibt es immer wieder negative Stimmen. Die einen glauben erst gar nicht an einen und fallen direkt mit der offenen Tür ins Haus: „Das schaffst du eh nicht“! Doch solch Aussagen motivieren mich und treiben mich noch mehr zum Kampf an. [social_media network=“facebook“ orientation=“left“ size=“big“]Ich erzähle immer wieder gerne von einem Pitch – David (ep communication) gegen Goliath (Scholz and Friends) –, bei dem es um eine große Werbekampagne ging. Auch hier haben wir unter Hochdruck gearbeitet und dem Kunden eine ganzheitliche TV Kampagne präsentiert. Am Ende des Tages haben wir als kleine und nicht namhafte Agentur den Pitch gewonnen und unser Konzept erfolgreich bei den Dreharbeiten auf Korsika umgesetzt. Auch wenn alle gegen einen sind, muss man nur an sich selbst glauben und den Ehrgeiz haben, es allen anderen zu zeigen. Bis heute bin ich sehr stolz auf die Agentur und das Team für diese hervorragende Leistung.

[longquote source=““]All diese Erfahrungen sind wertvoll, ob man Fehler macht oder scheitert. Man lernt aus allem und vor allem eins: niemals aufzugeben.[/longquote]

Der Glaube an sich selbst und an das, was man erreichen will, das Aufstehen nach jeder Niederlage, das Weiterkämpfen.
Geht nicht, gibt’s nicht: Das war, ist und wird immer mein Lebensmotto sein!